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Lee Cronin’s The Mummy[

Habt ihr schon gehört, dass die Mumie eine Verwandte mit extrem mieser Laune hatte? Fassen wir mal zusammen. Diese Woche habe ich die restlichen Urlaubstage genutzt und einen Mädelsabend mit meinen Cousins und meiner Schwester veranstaltet. Die Idee war, einen Gruselabend zu verbringen und Unmengen an Süßigkeiten und Getränken zu vertilgen, die man als Erwachsener nicht mehr so gut verträgt wie früher. Das Ganze endete in einem Dilemma zwischen zwei Filmen, die entweder eine Katastrophe waren oder mir den Magen umgedreht haben. Wenn ihr Fans von gepflegtem Ekel seid, kommt ihr zu spät zu Lee Cronins „The Mummy“ für all jene, die ihn noch auf ihrer Watchlist haben. Er erzählt die Geschichte einer Familie, die in Kairo lebt und deren kleine Tochter von einer merkwürdigen Frau entführt wird. Jahre später taucht das Mädchen in einem Sarkophag wieder auf, ohne zu wissen, wie sie dort gelandet ist. So zusammengefasst klingt das vielleicht wie eine stinklangweilige Nachmittagsserie, aber was dahintersteckt, hat einiges zu bieten. In diesem Film gibt es zwei Familien, eine gestörter als die andere, aber ich glaube, ich hätte lieber mehr über die erste erfahren. Die Mutter hatte ein Biest von einem Charakter und keiner in der Familie wagte es, ihr zu widersprechen – der Reiz lag also darin, was hätte sein können, wenn sie im Mittelpunkt gestanden hätten. Aber wir müssen uns auf die Hauptfiguren konzentrieren. Vater, Mutter, Tochter und Sohn waren von Anfang an am Arsch und haben es nicht einmal gemerkt. Die entführte Tochter war weg und der Rest lief herum wie aufgescheuchte Hühner – was verständlich ist, denn wenn jemand weg ist, findet man mitten in der Wüste so leicht niemanden wieder. Dann taucht das Mädchen nach acht Jahren Einsperrung wie Anck-su-namun auf, völlig wildgeworden wie ein kleines Raubkätzchen. Ich verstehe ja, dass es ihre Tochter ist und sie sie lieben, aber verdammte Scheiße: Du siehst, wie sie beißt, bellt, die Wände hochklettert, deinen anderen Kindern eine Scheißangst macht und sich die Haut abreißt, und du steckst sie nicht irgendwohin, wo sie besser versorgt… und ruhiggestellt wird? Die einzig Vernünftige war die Polizistin aus Kairo. Ich habe sie geliebt. Und ja, es gab Momente, in denen ich dringend einen Wein gebraucht hätte und keinen finden konnte. Alles ging von schlecht zu schlimmer, also schaut ihn euch am besten selbst im Streaming an und macht euch ein Bild.

Bewertung: 3,5 von 5

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